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Freundinnen
Monsieur Saubermann Freundinnen unser Nachbar Federvieh

Bleiben wir Freundinnen ...

Meiner - das ist ein Mann. Fleissig, ehrlich und immer treu. Glaubte René zumindest bis zum diesjährigen Fasching. Ich kann es verstehen, dass er schwach geworden ist. Du kannst charmant sein, du bist attraktiv - kurz eine Sünde wert. Wenn du nüchtern bist.

Hattest du geglaubt ein kurzer Sex wäre eine Versprechen fürs Leben? Du bist verheiratet - an deinem Unglück bist du zum Teil selber schuld. Du brüskierst deinen Mann, der neben dir sitzt, heisst ihn einen Trottel der nichts fertig bringt und im Bett eine Niete ist. Er tut mir leid wie er da stumm und gebeugt dem Geschehen zusieht, nur einmal fragt: hast du noch nicht genug. Diesen Mann, dem die Situation peinlich ist, anstrahlst, sagst "ich weiss was ich an dir habe - ich geb dich nie mehr her" und zu seiner Frau sagst "bleiben wir Freundinnen". Vor ein paar Minuten kanntet ihr euch noch gar nicht.

Sie verabschieden sich - du begleitest die beiden zum Auto, sagst noch einmal zu René "bleiben wir Freundinnen" dann küsst du Basti auf den Mund.

Am nächsten Tag gibt René euch Gelegenheit zu einer Aussprache, Basti bringt dich nachher mit zu sich nach Hause. Du wunderst dich, dass René dich nicht herzlich umarmt. Ob sie was gegen dich hätte. Nicht persönlich - aber glaubtest du René macht Freudensprünge weil du mit ihrem Mann gepennt hast?

Du trinkst, bekommst einen hysterischen Anfall und drohst Schluss zu machen. Tabletten hast du ja genug. 'Ich gebe ihn frei' - bietet René euch an; entscheiden soll er selber. Du bringst ihn so weit zu sagen er hätte dich lieber als René. Dann entschliesst  sich Basti, dich nach Hause zu bringen.

Bleiben wir Freundinnen, sagst du zum Abschied - nach dem dritten Anlauf und nachdem deine Kinder fast im stehen einschlafen und du vor lauter Rausch nicht mehr gerade gehen kannst.

Ein paar Tage später triffst du ihn - sagst Basti er solle René den Laufpass geben. Nachdem er nicht darauf eingeht, wieder die Drohung dass du dich umbringst. Wegen einer leidenschaftlichen Stunde das Leben wegwerfen? Nein - er geht nicht darauf ein. 'Dann mach mal' war seine Antwort.

Dein Mann lädt ihn zu euch nach Hause ein. Meinst du allen ernstes dass er so naiv ist und nicht weiss welches Spiel du spielst? Um das Gesicht zu wahren, folgt dein Schwarm eurer Einladung, verstrickt sich in Lügen die René sofort durchschaut. Sie fährt zu euch, ruft noch einmal vorher bei ihm an - wieder gelogen, sein Auto steht vor eurer Tür. Du öffnest, lotst René in die Küche - mit gespielter Angst sagst du "sag das bloss nicht meinem Mann, der prügelt mich halb tot". Sie sagt nur: einmal hab ich dich gewarnt, dann steh offen dazu oder lass ihn in Ruhe.

"Bleiben wir Freundinnen" fragst du wieder.

René sagt deinem Mann nur, er soll dich mal in einer ruhigen Minute fragen warum sie so grantig ist.

Der nächste sitzt schon da und wartet - ihr flirtet auf polnisch, damit ER es nicht versteht.

Viel später ruft dein bedauernswerter Mann bei Basti an, ob ihr was gehabt habt miteinander. Basti ist Gentleman und schweigt darüber. 'Natürlich nicht'. Deiner kann sich denken was gewesen ist. Trotzdem gibst du nicht auf, versuchst dich immer wieder zwischen René und Basti zu stellen - sagst immer wieder zu ihr "bleiben wir Freundinnen".

Das Spiel ist aus. Basti hat sich schon lange entschieden - für sie, René, seine Frau - und gegen dein Spiel bei dem der Alkohol den du konsumierst eine Hauptrolle spielt.

Aber ihr bleibt Freundinnen. Deswegen hat René dir auch reichlich Gelegenheiten verschafft. Als Freundschaftsdienst.

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